Cancel
Showing results for 
Search instead for 
Did you mean: 

Nacharbeit Werstrom

Experimenter
Experimenter

Hallo zusammen, 

 

ich bin an der Wertstrombibliothek von Plant Simulation dran & versuche mich seit längerer Zeit an der Darstellung und Umsetzung der Nacharbeit für ein best. Produkt. Grundsätzlich ist das auch alles recht trivial durch die Möglichkeit mit dem "Rework"-Bausteins. 

Trotzdem bekommen ich in meinem Modell immer wieder eine Fehlermeldung. 

 

Die Überlegung ist, die eintreffenden Bauteile an der Station "Rework" zu bearbeiten, da diese dort in der Realität auseinandergebaut und analysiert werden. Um sie später wieder in der Linie (WP90, WP100) mit anderen Zeiten bearbeiten zu lassen, habe ich sie innerhalb der Station "Rework" umbenannt, um ihnen andere Zeiten mitgeben zu können. Dies funktioniert leider nicht. 

 

Kann mir von Euch bitte jmd. helfen, oder hat eine alternative Herangehensweise parat?

 

Das wäre super von Euch!!! 

 

Liebe Grüße, 

BiBa

4 REPLIES

Re: Nacharbeit Werstrom

Siemens Legend Siemens Legend
Siemens Legend

Hallo BiBa,

entschuldige bitte die späte Antwort. Vielleicht ist dein Problem ja inzwischen bereits gelöst. 

Trotzdem versuche ich es mal aufzulösen: 

Grundsätzlich ist es in der VSM Lib so, dass die Namen der Produkte in der Kette durchgängig sein müssen. D.h. wenn - wie in deinem Modell - ein Prozess WP50 die Teile RMS und Sensor erwartet, dann müssen auch genau diese von den vorgelagerten Beständen kommen. Dein Lager_Rework liefert aber R1. Zudem versuchst du aus dem Rework K1 in dieses Lager_Rework zu legen, was dort aber nicht bekannt ist. Der Prozess WP100 wiederum liefert K1 in den Rework, der aber R1 erwartet. Im Rework sind wohl die Namen vertauscht!

Eine Richtigstellung der Namen allein reicht aber nicht:

WP50 ist ein AssemblyProzess, der Einzelteile aufnimmt und ein Fertigteil abgibt. Der Rework liefert aber ein repariertes Fertigteil! 

WP100 ist ebenfalls ein AssemblyProzess, nimmt aber nur ein Teil auf. Falls das so richtig ist sollte hier ein "normaler" Prozess verwendet werden. 

Die reparierten Geräte könnten dann über den Bestand wieder an den Prozess gehen. Ich habe ein entsprechend umgebautes Modell angehängt.

 

Der Fehler der jetzt noch auftaucht hängt mit den Daten zusammen: Die Prozesse laufen im Minutentakt, 

die Bestände reichen für einen Tag, und der Supplier kann erst nach 5 Tagen je ein Gebinde liefern. Bestellt werden aber gleich zu Beginn bereits 10 Gebinde RMS, dann jeden Tag wieder da nicht geliefert wird. Schau dazu bitte das Dispo-Protokoll in der PPS an. Nimmt man die Wiederbeschaffungszeit raus läuft das Modell ganz vernünftig. Ansonsten müsste man die Initialbestände anpassen.

 

Viel Erfolg

Ralph

Re: Nacharbeit Werstrom

Experimenter
Experimenter

Hallo Ralph, 

 

vielen Dank für die ausführliche Antwort, die mir schonmal sehr weitergeholfen hat. Mit den Benennungen im Rework muss ich wohl etwas vertauscht haben Smiley Very Happy 

 

Der Grundgedanke meiner Simulation ist es, die Teile, die am Ende ausfallen in der Rework-Station dezumontieren und sie innerhalb der Linienfertigung wieder zu montieren. 

Da eine "Reparatur" innerhalb der Linie länger dauert als ein normales Teil innerhalb eines Auftages und ich somit innerhalb der Simulation andere Zeiten mitgeben will, ist mir nicht mehr ganz klar wie ich das nun am besten realiseren soll. 

 

Anschließend will ich die Ergebnisse mit einem separaten Einzelplatz für "Reparaturen" vergleichen. Das müsste denke ich einfacher zu realiseren sein, als die Lösung über die Linie. 

 

Hat jmd. von Euch Vorschläge wie ich das am besten machen könnte?

Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus.

 

Liebe Grüße, 

BiBa91

Re: Nacharbeit Werstrom

Siemens Legend Siemens Legend
Siemens Legend

Ich bin mir nicht sicher ob du mit der Detaillierung deiner Fragestellung noch richtig bist bei der Wertstrom-Betrachtung. Wertstrom schaut auf Bestände und Zykluszeiten, aber nicht auf die Produktionssteuerung.

Die VSM Simulation hat keine Funktionalität zur Demontage, also die ursprünglichen Teile wieder aus dem Assembly herzustellen. Man kann nur Teile zum Assembly zusammenfassen. Damit kann man auf jeden Fall nur das Assembly Teil aus dem Rework wieder in die Linie zurückgeben.

Weiterhin kann man keine unterschiedlichen Zeiten für dasselbe Endprodukt auf einem Prozess festlegen. Man kann also die reparierten Teile auf einem Prozess nicht anders behandeln wie die normalen aus dem ersten Durchlauf.

Das ist eine klassische Aufgabe für die Standard-Simulation ohne VSM.

 

Ralph

Re: Nacharbeit Werstrom

Experimenter
Experimenter

Hallo Ralph, 

 

danke für die fixe Antwort. Smiley Wink

Da ich im Rahmen meiner Abschlussarbeit das Thema mit einem Werstrom angehe, wurde von meinem Dozenten empfohlen, auch die Wertstrombibliothek zu verwenden. 

Ich versuche mir das irgendwie hinzudrehen indem ich das ausgehende Teil in der Rework-Station umbenenne und ich somit andere Zeiten mitgeben kann. 

Letztendlich will ich ja die Zyklus- bzw. Durchlaufzeit betrachten, die sich auf jeden Fall verändern wird, wenn die Teile nicht mehr in die Linie eingeschleust werden sondern an einem separaten Einzelarbeitsplatz bearbeitet werden. 

Oder meinst du das hat keinen Sinn, oder ich sollte es wirklich anders angehen?

 

Viele Grüße, 

BiBa